Streuobstwiese

Junge Obstbäume (2026-04)
Wühlmäuse verursachen Fraßschäden an den Wurzeln und stellen vor allem für junge Obstbäume eine Gefahr dar. Auch im Winter sind Wühlmäuse aktiv. Typisch für sie sind – im Gegensatz zum Maulwurf – flache Erdhaufen sowie Gänge, die deutlich hochoval sind. Bekämpfen können Sie die eifrigen Nager mit Fallen. Auf jeden Fall sollten die Jungbäume vorbeugend in einen Drahtkorb gepflanzt werden.

Gehölzpflege (2026-04)
Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal sind Kokosstricke oder spezielle Bindegurte.

Gehölzschnitt (2026_01)
Schneiden Sie Gehölze grundsätzlich nur an frostfreien Tagen und verwenden Sie scharfe und qualitativ hochwertige Werkzeuge.

Baumpfähle erneuern (2026_01)
Zum Ersetzen von alten Baumpfählen eignen sich Fichte und Kiefer, aber auch Esskastanie und Robinie (Scheinakazie). Letztere sind auch ohne Imprägnierung lange haltbar. Wer ganz sicher gehen will, setzt Metall- oder Kunststoffpfähle ein.

Frostschutz für Obstgehölze (2026_01)
Auf der Rinde von sonnenexponierten Obstbäumen treten an sonnigen Wintertagen extreme Temperaturschwankungen auf. Kalkanstriche können die Bäume vor Frostrissen schützen. Die weiße Farbe reflektiert die Wintersonne und verhindert, dass sich die an sich dunkle Rinde zu stark erwärmt. Gerade im Januar und Februar ist die Gefahr von Frösten am größten.

Kranke Obstbäume entfernen (2026_01)
Warten Sie mit dem Entfernen kranker oder kümmerlicher Obstbäume in Ihrem Garten nicht bis zum Frühjahr. Jetzt haben Sie mehr Zeit dafür. Wenn Sie an die gleiche Stelle wieder einen Obstbaum setzen wollen, graben Sie den Wurzelstock gleich in Form des Pflanzloches aus. Wählen Sie wenn möglich eine andere Obstart, sonst kann es zu Bodenmüdigkeit kommen. Überlegen Sie aber vor dem Neupflanzen, ob der Standort für Obstgehölze grundsätzlich geeignet ist, bzw. was zum Absterben oder Kränkeln des Vorgängerbaumes geführt hat. Für die Obstwiese gilt, dass man einen alten, abgängigen Obstbaum nicht sofort roden muss. Armdickes, besonntes Totholz ist Lebenraum für einige Käferlarven von denen sich z.B. wieder Spechtarten ernähren. Einen Jungbaum sollte man aber trotzdem nachpflanzen.


Quelle: LOGL Gartenkalender

Misteln sind NICHT geschützt! 
Da Misteln nicht unter Naturschutz stehen, können und dürfen sie von Streuobstbäumen bedenkenlos entfernt werden. Die Mistel betreibt zwar selbstständig Photosynthese, aber als „Halbschmarotzer“ entzieht sie dem Wirtsbaum das Wasser und wichtige Nährstoffe.

Folgen für Streuobstbäume:
 Vitalität und Fruchtbarkeit der Bäume nehmen ab
 Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume
 Schwächere, überalterte Bäume werden bevorzugt befallen
 Wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird, stirbt der Baum ab

Stetes Handeln ist angesagt!

 Misteln aus den Baumkronen herausschneiden
 Alle Obstbäume, egal ob jung oder alt, regelmäßig kontrollieren

Zu diese Thema gibt es einen sehr gutem Flyer vom Landratsamt Göppingen.