Neues vom LOGL – Gartenkalender (2026-45)
Ernte von Wildfrüchten
Mit den ersten Frösten werden die sauren Gerbstoffe von Schlehen und Mispeln abgebaut. Daher darf man diese Wildfrüchte erst nach Frosteinwirkung ernten bzw. verzehren. Entgegen landläufiger Meinung verhält es sich mit Scheinquitten (‚Chaenomeles‘) anders. ‚Chaenomeles‘-Früchte haben kein Problem mit Gerbsäuren. Sie sind extrem reich an Fruchtsäuren, hervorragend verwertbar, und dies nicht erst nach Frost.
Fruchtfolgen aufzeichnen
Eine auf Jahre hin abgestimmte Fruchtfolge erfordert eine gründliche Planung. Tragen Sie dazu die diesjährige Belegung der Gemüsebeete in eine Gartenskizze ein. Als Grundregel gilt: Innerhalb der einzelnen Gemüsefamilien sind Anbaupausen von drei bis vier Jahren empfehlenswert.
Johannis- und Stachelbeeren schneiden
Johannis- und Stachelbeeren können bei frostfreiem Wetter den ganzen Winter über geschnitten werden. Ein Schnitt vor Mitte November hat den Vorteil, dass der Infektionsdruck für die Rotpustelkrankheit etwas geringer ist. Mit Rotpustel infiziertes Schnittgut aus der Anlage entfernen und am besten verbrennen.
Rost an Lauch
Wenn der Lauch im Garten von Rost befallen war (erkenntlich an kräftig orangefarbenen Flecken), sollten Sie die Erntereste außerhalb des Gemüsegartens entsorgen. Achten Sie im nächsten Jahr auf großzügige Pflanzabstände (etwa 40 x 20 cm), um einem Befall vorzubeugen.
Immergrüne gründlich wässern
Denken Sie daran: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Daher wässern Sie vor der Frostperiode und bei mildem Wetter die Pflanzen gründlich. Die wenigsten Pflanzen erfrieren im Winter, sondern vertrocknen eher.
Koniferen sollten Sie also auch im Winter in der frostfreien Zeit gießen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Pflanzen sonnenexponiert stehen und es längere Zeit nicht mehr geregnet hat. Trockenschäden wie braune Nadeln sind nur eine mögliche Folge. Im ungünstigsten Fall stirbt die Pflanze auch ganz ab. Verbräunte Nadeln sind somit nicht immer allein auf Pilzerreger zurückzuführen, auch Umwelteinflüsse können die Ursache sein.
Pampasgras schützen
Binden Sie die Blätter des Pampasgrases schopfartig zusammen, um die starken Herbstniederschläge seitlich abzuleiten. Auf diese Weise ist die Pflanze vor Staunässe geschützt.
Schorf an Äpfeln
Wenn Ihre Apfelbäume stark mit Schorf befallen waren, sollten Sie das Laub möglichst fein zerkleinern (z.B. mit einem Rasenmäher). Dadurch verrotten die Blätter schneller und die Infektionsgefahr für das Folgejahr sinkt.
Zweigfärbende Sträucher schneiden
Bei allen rindenschmückenden Sträuchern zeigen vor allem die einjährigen Triebe die ausgeprägten grünen, gelben, orangenen oder roten Töne. Das bedeutet, dass man ältere Triebe regelmäßig kräftig bodennah zurückschneiden muss. Dadurch wird der Austrieb gefördert und es gibt genug farbenfrohe Jungtriebe.
Der richtige Termin ist im Frühjahr vor dem Austrieb, Ende März oder Anfang April. Wer jetzt im Oktober meint, noch etwas für diesen Winter tun zu können, dem sei Geduld ans Herz gelegt. Jetzt gepflanzte Sträucher bilden frühestens im kommenden Jahr die gewünschte Farbigkeit aus.
Herbstlaub
Herbstlaub ist kein Müll! Die Laubdecke schützt Boden und Pflanzen. Störendes Laub (etwa auf dem Rasen) kann kompostiert werden. Gute Humusbildner sind Hainbuchenblätter. Nur langsam verrotten dagegen Eichenlaub sowie Kiefern- und Fichtennadeln. Für das sich weniger gut zersetzende Herbstlaub kann ein Dauerkomposthaufen errichtet werden, der die Möglichkeit bietet, Laubkompost als Torfersatz zu entnehmen.
Unsere Termine für 2026
30. Januar Hauptversammlung im Foyer, Beginn 18.30 Uhr
21. Februar Baumschnittaktion im Ried, Beginn 13.30 Uhr
07. März Baumschnittaktion in der Heubeund/Berg Beginn 13.30 Uhr
14. März Schnittkurs nur für Frauen im Tulpenweg, Beginn 13.30 Uhr
28. März Beerensträucher schneiden in den Seeäckern, Beginn 13.30 Uhr
25. April Pflanzentauschbörse auf dem Grüngutplatz von 13 – 15 Uhr
03. Mai Frühjahrswanderung
09. August Radtour
07. November Jubiläumsveranstaltung „100 Jahre OGV“ in der Bürenhalle