Streuobstwiese

Reifezustand bei Äpfeln (2026-37)
Mithilfe einer Lugol`schen Lösung (bekommt man in der Apotheke), die auf die Schnittfläche eines quer geteilten Apfels gesprüht oder gepinselt wird, kann man den Reifegrad sehr gut bestimmen. Denn die Jodkalilösung färbt die vorhandene Stärke in der Frucht schwarz an. Mit zunehmender Reife wird die Stärke in Zucker umgebaut. Je dunkler die Schnittfläche ist, desto mehr Stärke ist vorhanden, das heißt, die Frucht ist noch unreif.

Obstlagerung (2026-37)
Lagern Sie Obst so kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich. Höhere Temperaturen verkürzen die Lagerzeit, bei zu geringer Luftfeuchtigkeit welken die Früchte schneller.

Stark blutende Bäume schneiden (2026-36)
Bis etwa Mitte September kann man noch stark blutende Bäume wie die Walnuss schneiden. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, kann das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Außerdem ist die Wundverheilung jetzt noch besser.

Obsternte (2026-36)
Einige grundsätzliche Tipps zur Obsternte: Farbige Apfelsorten zwei- bis dreimal durchpflücken. Die erste und besonders die zweite Pflücke sind für die längere Lagerung geeignet, die letzte Pflücke sollte nur kurz gelagert bzw. schnell verbraucht werden. Besonders weiche Früchte (Steinobst) nicht mit den Fingern drücken und durch lange Fingernägel verletzen. Äpfel und Birnen mit der ganzen Handinnenfläche (und nicht mit den Fingern!) leicht anheben und abdrehen. Grundsätzlich immer früh morgens ernten, um die Kühle der vorangegangenen Nacht mit ins Lager zu nehmen. So kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich lagern. Die Luftfeuchtigkeit kann man erhöhen, indem man einen Eimer Wasser auf den Boden des Lagerraums ausleert (das liefert auch zusätzliche Verdunstungskälte). 

Mostobstsammelstellen öffnen (2026-35)
Seit vielen Jahren kauft die Raiffeisenbank Maitis Mostobst an oder nimmt es zum Tausch gegen Fruchtsäfte entgegen. Ab Donnerstag, dem 27. August 2026 können Äpfel in Maitis abgeliefert werden (Birnen ab Mitte September 2026). Bitte kein fauliges Obst anliefern. Anlieferung zu den üblichen Öffnungszeiten.

Spalierobst formieren (2026-34)
Bringen Sie beim Spalierobst die Verlängerungen der Gerüstäste in die gewünschte Stellung, bevor die Triebe verholzen. Im August sind die Zweige noch weich und lassen sich entsprechend biegen. Man sollte aber mit Gefühl vorgehen, insbesondere Birnenzweige brechen auch schnell.

Pflanzenschutz-Schnitt bei Kernobst (2026-34)
Jetzt ist ein günstiger Zeitpunkt, um Ihrem Kernobst einen Pflanzenschutz-Schnitt zu verpassen, das heißt kranke Astpartien werden entfernt. Im Gegensatz zu einem Winterschnitt verheilen auftretende Wunden rasch und werden seltener durch Schaderreger besiedelt. Achtung: Dies gilt nur für Schnittmaßnahmen von Anfang bis Mitte August. Weiterer Vorteil: Zu dieser Zeit hat der Schnitt eine wachstumsbremsende Wirkung im Vergleich zum Winterschnitt. Vorsicht bei Feuerbrand am Kernobst, dieser kann durch Schnittwerkzeuge übertragen werden.

Offene Baumscheiben (2026-34)
Offene Baumscheiben müssen im Sommer regelmäßig gewässert werden. Wussten Sie eigentlich, dass Sie Baumscheiben jetzt noch durch die Aussaat von Gründüngungspflanzen begrünen können? Den Stammbereich aber unbedingt großzügig freihalten.

Apfelernte früher Sorten (2026-34)
Ernten Sie frühe Apfelsorten ruhig einige Tage vor der Baumreife, dann sind sie länger haltbar. Vollreif geerntete Früchte werden schnell mehlig und geschmacklos. Entfernen Sie beim Ernten auch faulende Äpfel von den Bäumen. Dies reduziert den Befallsdruck und verhindert das Übergehen der Fäulniserreger auf benachbarte Früchte. 

Obstschnitt (2026-33)
Ab Mitte August können auch kritische Obstarten wie Walnuss und Kiwi geschnitten werden, ohne zu bluten. Auf einen Wundverschluss kann man verzichten 

Apfelwickler (2026-33)
Nun fliegt die zweite Generation des Apfelwicklers. Greifen Sie auch auf die erprobten Fanggürtel aus Wellpappe zurück (siehe Monat Juni) und beachten Sie die Warndienste der Landwirtschaftsämter.

Quelle: LOGL Gartenkalender

Misteln sind NICHT geschützt! 
Da Misteln nicht unter Naturschutz stehen, können und dürfen sie von Streuobstbäumen bedenkenlos entfernt werden. Die Mistel betreibt zwar selbstständig Photosynthese, aber als „Halbschmarotzer“ entzieht sie dem Wirtsbaum das Wasser und wichtige Nährstoffe.

Folgen für Streuobstbäume:
 Vitalität und Fruchtbarkeit der Bäume nehmen ab
 Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume
 Schwächere, überalterte Bäume werden bevorzugt befallen
 Wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird, stirbt der Baum ab

Stetes Handeln ist angesagt!

 Misteln aus den Baumkronen herausschneiden
 Alle Obstbäume, egal ob jung oder alt, regelmäßig kontrollieren

Zu diese Thema gibt es einen sehr gutem Flyer vom Landratsamt Göppingen.