Streuobstwiese

Obstgehölze pflanzen
Achten Sie beim Pflanzen von Obstbäumen darauf, dass die Veredlungsstelle etwa handbreit über der Erde liegt. Beerensträucher sind dagegen etwas tiefer zu setzen oder sogar leicht anzuhäufeln, da sie sich überwiegend aus der Basis verjüngen.

Letzte Pflanzarbeiten
Der März ist der Monat, in dem die letzten Pflanzarbeiten für wurzelnackte Ware durchgeführt werden können. Später als Mitte März gepflanzte Gehölze sind mitunter schon angetrieben und haben daher weniger Kraft zum Anwachsen. Grundsätzlich ist eine Herbstpflanzung immer zu bevorzugen, weil die Bäume dann vor dem Austreiben noch eine längere Verschnaufpause haben und direkt neue Saugwurzeln bilden können.

Neupflanzung von Gehölzen
Ein guter Verdunstungsschutz bietet eine Abdeckung der Baumscheibe mit organischem Material. Hierfür eignen sich Kompost oder Rindenmulch (erst ab dem zweiten Standjahr) sowie Stroh. Das organische Material wird etwa 10 cm dick aufgetragen. Wichtig ist: Der Stammbereich muss frei bleiben, sonst kann es gerade bei unausgereiftem Kompost zu Verbrennungen kommen.

Frostspanner
Bereits zum Knospenaufbruch vieler Obstbäume rufen die Larven des Frostspanners Fraßschäden an Knospen, Blüten und jungen Blättern hervor. Später können auch die Früchte befallen werden, beispielsweise bei der Kirsche. Sie erkennen diese Raupen an ihrer typischen Fortbewegung, dem Katzenbuckel. Eine gute Möglichkeit, die Raupen schon im Vorfeld zu bekämpfen, ist das Anbringen von Leimringen am Stamm im Herbst des Vorjahres. Auch an das Aufhängen von Nistkästen ist zu denken.

Nistkästen reinigen und aufhängen
Vogelnistkästen können jetzt noch gereinigt werden (Vorher überprüfen, ob der Kasten nicht bereits belegt ist). Bei Bedarf können zusätzliche Nistkästen aufgehängt werden. Der Fachhandel hat verschiedene Nisthilfen für Kohlmeise, Feldsperling, Gartenrotschwanz, Blaumeise und andere heimische Singvögel im Angebot. Achten Sie hierbei auf die verschieden großen Fluglöcher und hängen Sie die Nistkästen mit der Öffnung immer entgegen der Wetterseite auf.

Gehölzpflege
Achten Sie bei vor längerer Zeit gepflanzten Gehölzen auf die Anbindestellen. Vergessene Stricke und Knoten würgen dem Baum oft den Lebensnerv ab! Zu enge Stricke werden gelockert und wenn nötig neu gebunden. Ideal sind Kokosstricke oder spezielle Bindegurte.

Nistkästen
Wer bisher noch keine Nistkästen aufgehängt hat, es aber noch tun möchte, sollte sich dies jetzt, deutlich vor dem Brutbeginn vornehmen. Am häufigsten werden die Nistkästen für Meisen verwendet, doch gibt es auch eine Reihe andere Nistkasten-Modelle, die im Garten sinnvoll eingesetzt werden können wie zum Beispiel Halbhöhlen für die Rotschwänze oder Fledermauskästen. Beachten Sie bitte, dass die Kästen fest angebracht sind, damit sie im Wind nicht schaukeln. Man kann sie ein wenig nach vorn neigen, um zu verhindern, dass Regen hineinläuft. Die Öffnung sollte nach Osten oder Südosten zeigen. In einem Garten, der kleiner als 500 Quadratmeter ist, sollte nur ein Meisenkasten angebracht sein, um unnötige Konkurrenz zu verhindern. Alle Nistkästen, die noch hängen, sollten Sie spätestens jetzt säubern.

Obstbaumschnitt
Verwenden Sie für den Obstbaumschnitt nur scharfe Schnittwerkzeuge, damit es saubere Wunden gibt. An der Qualität einer Gartenschere sollte man nicht sparen, denn hochwertige Schneidwerkzeuge erleichtern die Arbeit und verbessern das Ergebnis.
Der Winterschnitt endet vor dem Blattaustrieb. Zu stark wachsende Bäume sollten erst Ende März/Anfang April geschnitten werden. Zur Wuchsberuhigung kann auch ein Sommerschnitt sinnvoll sein.

Quelle: LOGL Gartenkalender

Misteln sind NICHT geschützt! 
Da Misteln nicht unter Naturschutz stehen, können und dürfen sie von Streuobstbäumen bedenkenlos entfernt werden. Die Mistel betreibt zwar selbstständig Photosynthese, aber als „Halbschmarotzer“ entzieht sie dem Wirtsbaum das Wasser und wichtige Nährstoffe.

Folgen für Streuobstbäume:
 Vitalität und Fruchtbarkeit der Bäume nehmen ab
 Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume
 Schwächere, überalterte Bäume werden bevorzugt befallen
 Wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird, stirbt der Baum ab

Stetes Handeln ist angesagt!

 Misteln aus den Baumkronen herausschneiden
 Alle Obstbäume, egal ob jung oder alt, regelmäßig kontrollieren

Zu diese Thema gibt es einen sehr gutem Flyer vom Landratsamt Göppingen.