Streuobstwiese

Quittenernte (2026-40)
Wichtiges Kriterium für den Erntezeitpunkt von Quitten ist der vollzogene Farbumschlag der Schale von Grün nach Gelb und ein deutlicher Rückgang des Filzüberzuges. Generell sollten Quitten nicht zu spät geerntet werden, da sonst mit Fleischbräune zu rechnen ist.

Obsternte (2026-40)
Die späten Apfel- und Birnensorten werden jetzt reif. Andererseits ist in den späten bzw. höheren Lagen in diesem Monat auch schon mit den ersten Frösten zu rechnen, was aber nicht nur Nachteile hat, da kühle Nachttemperaturen für eine gute Ausfärbung der Früchte sorgen. Selbst ein kurzfristiger Nachtfrost schadet dem Kernobst nicht, denn die Früchte vertragen Temperaturen bis -5 °C ohne Probleme, wenn man sie nicht im gefrorenen Zustand erntet.

Fallobst verwerten (2026-40)
Fallobst ist eine gute Grundlage für ein schmackhaftes Apfelmus. Die Früchte werden geviertelt und in einem großen Topf bei schonender Hitze leicht verkocht. Mit einem Passiersieb wird das Mus dann von Kernen und Stielen befreit und mit Zimt (je nach Bedarf auch mit Honig, Ahornsirup oder einem Obstbrand) verfeinert, bevor es warm in Gläser abgefüllt wird.

Walnussernte (2026-40)
Ende September/Anfang Oktober werden die Walnüsse geerntet. Der günstigste Erntezeitpunkt ist dann gekommen, wenn die Schale aufspringt und leicht entfernt werden kann. Ist sie noch geschlossen, müssen die Nüsse mit der Hand von der Schale befreit werden. Hierbei bietet sich das Tragen von Handschuhen an, da die Gerbstoffe in der Schale die Haut stark verfärben können. Wichtig ist, dass die Nüsse gut getrocknet (der Wassergehalt sollte weniger als 3 % betragen) und anschließend luftig gelagert werden, dann bleibt die gesundheitsfördernde Wirkung auch lange erhalten. Von einer Reinigung der Nüsse mit Wasser ist abzuraten, da die Gefahr einer gesundheitsschädlichen Schimmelbildung am Kern zu groß ist.

Schnitt von Walnussbäumen (2026-40)
Wenn Ihr Walnussbaum zu hoch ist oder dürre Äste hat, sollten Sie ihn am besten unmittelbar nach der Ernte schneiden. Beschränken Sie sich auf das Herausnehmen einzelner Äste und achten Sie darauf, dass die Schnittstellen nicht einreißen, also stärkere Äste zuerst auf Stummel und dann auf Astring absägen. Größere Schnittwunden sind möglichst zu vermeiden, da über diese bevorzugt Pilzkrankheiten einwandern können.

Leimringe anlegen (2026-40)
Legen Sie rechtzeitig Leimringe an die Stämme Ihrer Obstbäume und der benachbarten Laubbäume an, um die Weibchen des Kleinen Frostspanners an der Eiablage zu hindern. Die Ringe (gut bewährt haben sich Fertigleimringe) müssen rundum dicht und fest am Stamm anliegen. Glätten Sie Unebenheiten mit einem Rindenkratzer und füllen Sie Ritzen und Risse mit Ton oder Lehm.
Eine sehr gute Unterstützung bei der Reduzierung der Frostspannerlarven bieten verschiedene Meisenarten – hängen Sie Nistkästen auf!

Nistkästen reinigen (2026-40)
Wenn Sie im Garten Nistkästen für Vögel aufgehängt haben, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, um sie zu reinigen. Gleich wieder aufgehängt wird sie vielleicht manch ein gefiederter Gartenfreund als Winterbehausung nutzen. Aber Achtung dabei Handschuhe anziehen, da verschiedene Parasiten zu Hautreizungen führen können.

Apfelernte (2026-39)
Achten Sie bei der Apfelernte darauf, dass Sie die Stiele nicht herausreißen, sonst faulen die Früchte an dieser Stelle. Vermeiden Sie auch Druckstellen und Verletzungen mit den Fingernägeln und reißen Sie keine Blattbüschel von den Zweigen. 

Quitten (2026-39)
Quitten sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen und dekorativen Früchte eine Bereicherung für den Garten. Wer Quitten pflanzen will, sollte jedoch beachten, dass Quitten sehr anfällig für den Feuerbrand sind. Sie vertragen keinen hohen Kalkgehalt im Boden. Optimal sind deshalb Standorte mit einem pH-Wert von 6,0 – 6,5.

Obstlagerung (2026-37)
Lagern Sie Obst so kühl (2 bis 5 °C) und feucht (etwa 80 % Luftfeuchtigkeit) wie möglich. Höhere Temperaturen verkürzen die Lagerzeit, bei zu geringer Luftfeuchtigkeit welken die Früchte schneller.

Stark blutende Bäume schneiden (2026-36)
Bis etwa Mitte September kann man noch stark blutende Bäume wie die Walnuss schneiden. Würde man sie im Frühjahr schneiden, wenn sie voll im Saftfluss steht, kann das zu einer Schwächung des Baumes aufgrund des starken Wasserverlustes führen. Außerdem ist die Wundverheilung jetzt noch besser.

Quelle: LOGL Gartenkalender

Misteln sind NICHT geschützt! 
Da Misteln nicht unter Naturschutz stehen, können und dürfen sie von Streuobstbäumen bedenkenlos entfernt werden. Die Mistel betreibt zwar selbstständig Photosynthese, aber als „Halbschmarotzer“ entzieht sie dem Wirtsbaum das Wasser und wichtige Nährstoffe.

Folgen für Streuobstbäume:
 Vitalität und Fruchtbarkeit der Bäume nehmen ab
 Erhöhte Windanfälligkeit und Schneebruchgefahr der befallenen Bäume
 Schwächere, überalterte Bäume werden bevorzugt befallen
 Wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird, stirbt der Baum ab

Stetes Handeln ist angesagt!

 Misteln aus den Baumkronen herausschneiden
 Alle Obstbäume, egal ob jung oder alt, regelmäßig kontrollieren

Zu diese Thema gibt es einen sehr gutem Flyer vom Landratsamt Göppingen.